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  • Weinlese mit Überraschungen: Weniger Trauben, dafür umso mehr Aroma!

    Weinlese mit Überraschungen: Weniger Trauben, dafür umso mehr Aroma!

    Die Weinlese ist geschafft! Traminer, Grauburgunder und Riesling sind geerntet – und wie so oft hatte die Natur auch in diesem Jahr ihre ganz eigenen Pläne. Am Ende blicken wir auf ein gutes Weinjahr 2026/2027 mit vielversprechenden Aromen zurück. Allerdings gab es bei der Ernte auch einige Herausforderungen, mit denen wir so nicht gerechnet hätten.

    Drei Rebsorten, ein gemeinsames Ziel: Qualität

    Mit dem Traminer, dem Grauburgunder und dem Riesling standen in diesem Jahr gleich drei spannende Rebsorten auf dem Ernteplan. Jede von ihnen bringt ihren eigenen Charakter mit und macht den Weinbau uns immer wieder abwechslungsreich.

    Während der Weinlese zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, wie entscheidend das Zusammenspiel von Rebsorte, Wetter, Boden und Reifezeit ist. Als Hobby-Winzer begleiten wir unsere Reben über viele Monate hinweg. Umso schöner ist es, wenn sich diese Arbeit schließlich in aromatischen Trauben widerspiegelt.

    Und genau hier hatte dieses Weinjahr einiges zu bieten: Auch wenn die Erntemenge etwas geringer ausgefallen ist, konnten die geernteten Trauben mit intensiven Aromen überzeugen.

    Weniger Regen, kleinere Trauben

    Das Wetter hat in diesem Jahr seinen Teil zur etwas geringeren Erntemenge beigetragen. Vor allem der fehlende Regen im Sommer und über weite Teile des Jahres machte sich bemerkbar.

    Wenn Wasser knapp ist, kann sich das auch auf die Entwicklung der Trauben auswirken. In diesem Jahr waren sie teilweise kleiner als gewohnt. Das bedeutet allerdings nicht automatisch eine schlechtere Qualität – im Gegenteil: Die geernteten Trauben zeigten sich ausgesprochen aromatisch.

    Gerade im Weinbau wird deutlich, dass es nicht allein auf die Menge ankommt. Entscheidend ist, was in den Trauben steckt. Intensive Fruchtaromen und ein ausgeprägter Sortencharakter sind schließlich wichtige Voraussetzungen für spannende Weine.

    Natürlich lässt sich die spätere Weinqualität nicht allein an der Traube ablesen. Auch die weitere Verarbeitung und der Ausbau im Keller spielen eine wichtige Rolle. Wir freuen uns aber schon jetzt darauf, die Entwicklung der diesjährigen Weine zu begleiten.

    Der Waschbär – ein unerwarteter Erntehelfer, den niemand bestellt hat

    Es gibt Dinge, die gehören zum Winzeralltag einfach dazu. Das Wetter zum Beispiel. Andere Überraschungen dürfte die Natur dagegen gerne für sich behalten.

    In diesem Jahr war es bei uns der Waschbär!

    Mehrfach hat sich der tierische Besucher an unseren Traminertrauben bedient – und zwar nicht gerade zurückhaltend. Rund zwei Drittel der Traminertrauben wurden durch den wiederholten Waschbärfraß vernichtet.

    Das ist natürlich ein herber Verlust. Gerade beim Traminer, dessen aromatischer Charakter uns besonders begeistert, tut es weh, wenn ein so großer Teil der Ernte verloren geht.

    Man steckt viel Arbeit, Zeit und Herzblut in die Pflege der Reben. Von den ersten Arbeiten im Weinberg bis zur Reife der Trauben vergehen viele Monate. Wenn dann kurz vor oder während der Ernte ein tierischer Besucher einen erheblichen Teil der Trauben für sich beansprucht, bleibt einem zunächst nur, die Situation anzunehmen und das Beste daraus zu machen.

    Ein kleiner Trost: Die verbliebenen Trauben konnten geerntet werden und bringen hoffentlich das mit, worauf wir uns jedes Jahr besonders freuen – einen ausdrucksstarken regionalen Wein mit einem schönen Traminer-Aroma.

    Und wer weiß: Vielleicht sollten wir dem Waschbären irgendwann eine eigene Flasche widmen. Wobei wir uns ziemlich sicher sind, dass er lieber direkt im Weinberg zugreift!

    Trotz aller Widrigkeiten: ein gutes Weinjahr

    Auch wenn die Erntemenge in diesem Jahr etwas geringer ausgefallen ist, fällt unser Fazit insgesamt positiv aus. Die Trauben, die wir ernten konnten, überzeugten mit tollen Aromen. Der Ertrag ist insgesamt gut, und die Voraussetzungen für charaktervolle Weine stimmen.

    Gerade solche Jahre zeigen uns immer wieder, warum wir unser „Winzer-Hobby“ so gerne ausüben. Weinbau lässt sich nicht vollständig planen. Man kann viel beeinflussen, sorgfältig arbeiten und zum richtigen Zeitpunkt die passenden Entscheidungen treffen – aber das Wetter und die Natur bleiben immer Teil des Ganzen.

    Jeder Jahrgang erzählt deshalb seine eigene Geschichte. Mal sind es besonders üppige Trauben, mal herausfordernde Wetterbedingungen und manchmal eben auch ein Waschbär, der offenbar großen Gefallen am Traminer gefunden hat.

    Für uns gehört genau das zum Weinbau dazu: Herausforderungen annehmen, flexibel bleiben und sich auf das konzentrieren, was gelungen ist.

    Vorfreude auf die neuen Weine

    Nun beginnt die nächste spannende Phase: Die geernteten Trauben sind im Keller, und aus ihnen sollen Weine entstehen, die ihre Herkunft und die Eigenheiten dieses Jahrgangs widerspiegeln.

    Besonders sind wir darauf gespannt, wie sich die Aromen von Traminer, Grauburgunder und Riesling entwickeln werden. Jede Rebsorte bringt ihre eigenen Voraussetzungen mit, und jeder Jahrgang überrascht aufs Neue.

    Auch wenn der Waschbär bei unserem Traminer ordentlich zugelangt hat, lassen wir uns die Freude am Weinbau nicht nehmen. Denn am Ende geht es nicht nur um volle Erntekisten, sondern um Qualität, Leidenschaft und den besonderen Genuss, den ein selbst erzeugter Wein bieten kann.

    Unser Fazit: Weniger Trauben als erhofft, dafür viel Aroma und ein insgesamt gutes Weinjahr. Und eine Erkenntnis nehmen wir ganz sicher mit: Im Weinberg ist man nie allein – manchmal bekommt man allerdings unerwartete Konkurrenz.

    Wir freuen uns darauf, euch bald mehr über die Entwicklung unserer neuen Weine zu berichten. Bis dahin heißt es: Geduld haben, die Vorfreude genießen und darauf vertrauen, dass aus den diesjährigen Trauben wieder etwas Besonderes entsteht.

    Herzliche Grüße aus dem Weinberg!

    Eure Katja & Jan

  • Vom Rebstock zur Flasche

    Vom Rebstock zur Flasche

    Unser Jahrgang 2025 präsentiert drei Sorten – Traminer, Grauburgunder und Riesling. Der Weg vom Wein in die Flasche ist entscheidend: Zunächst werden die Flaschen sorgfältig gereinigt und desinfiziert, um Mikroorganismen zu minimieren. Danach erfolgt das Abfüllen unter kontrollierter Reinzucht- bzw. Offenzugabe, damit die Most- und Weinqualität erhalten bleibt. Die Flaschen werden direkt verkorkt, um eine luftdichte Versiegelung sicherzustellen; der Kork muss trocken, quellbar und frei von Defekten sein, damit der Sauerstoff-Eintrag im richtigen Maß erfolgt.

    Anschließend beginnt die fachgerechte Lagerung: temperaturkontrollierte Räume (typisch 12–14 °C), konstanter Feuchtegrad und minimale Beleuchtung verhindern Alterungsvorboten wie Verlust von Aroma und Farbe. Durch Restsauerstoff, Rezentierung und Flaschenlagerung entwickeln sich Terroir-typische Nuancen weiter, während Schimmel oder Wärmeinnenschäden vermieden werden. Cheers auf eine exzellente Abfüllung, Verkorkung und Lagerung!

  • Rebschnitt im Januar 2026

    Rebschnitt im Januar 2026

    Die stille Grundlage für den neuen Jahrgang. Im Januar, wenn die Reben ihre wohlverdiente Winterruhe halten, beginnt im Weinberg eine der wichtigsten Arbeiten des Jahres: der Rebschnitt. Mit viel Sorgfalt werden die Triebe des vergangenen Jahres zurückgeschnitten, um die Kraft der Rebe gezielt auf wenige, ausgewählte Ruten zu lenken.

    Der Winterschnitt bildet die Grundlage für Qualität und Ertrag des kommenden Jahrgangs. Er sorgt für ein ausgewogenes Wachstum, gesunde Trauben und eine optimale Sonneneinstrahlung im Sommer. So entsteht bereits in der stillen Winterzeit die Basis für charaktervolle Weine.

  • Guter Jahrgang 2025

    Guter Jahrgang 2025

    Nach den erheblichen Einbußen des Vorjahres – verursacht durch Frost und äußerst geringe Erntemengen – zeigt sich der Jahrgang 2025 deutlich stabilisiert und qualitativ vielversprechend. Die Winzerinnen und Winzer sprechen von einer früh einsetzenden, konzentrierten Lese und heben die bemerkenswert hohe Güte der Trauben hervor.

    Auch bei uns, in Dresden-Pillnitz, war das Weinjahr 2025 von einem überwiegend milden Winter ohne nennenswerte Frostschäden geprägt. Der Vegetationsbeginn verlief verzögert und uneinheitlich, begleitet von zwischenzeitlichem Trockenstress. In der Folge entwickelte sich jedoch ein kräftiges vegetatives Wachstum, das den Reben neue Vitalität verlieh. Trotz leicht vorgezogener Ernte konnten insgesamt solide Erträge erzielt werden – bei durchweg überzeugender Qualität der Weine.

  • Kalter Jahrgang 2024

    Kalter Jahrgang 2024

    Der Jahrgang 2024 war stark von ungewöhnlich kalten Temperaturen im Frühjahr geprägt. Spätfröste während der empfindlichen Austriebs- und Blütephase führten dazu, dass viele junge Triebe und Blüten geschädigt wurden. Dadurch konnten sich deutlich weniger Trauben entwickeln, was den Ertrag spürbar verringerte.

    Die kühlen Bedingungen verzögerten zudem das Wachstum der Reben, sodass sich die Vegetationsperiode verkürzte. Das Ergebnis: ein kleiner, aber charakterstarker Jahrgang mit deutlich reduziertem Ertrag.

    Dennoch sind wir mit Leidenschaft und viel Freude dabei. Wir sind gespannt auf den Ausbau der verbliebenen Trauben.

  • Sommer im Weinberg

    Sommer im Weinberg

    🌿 Sommer im Weinberg – Pflege, die den Unterschied macht 🍇

    Die warmen Monate sind eine wichtige Zeit im Weinbau. Jetzt zeigt sich, wie sorgfältige Arbeit im Weinberg die Qualität der Trauben beeinflusst. Neben Sonne und ausreichend Wasser spielt vor allem die richtige Boden- und Pflanzenpflege eine zentrale Rolle.

    Ein gesunder Boden ist die Basis für kräftige Reben. Regelmäßiges Lockern fördert die Durchlüftung und unterstützt die Wasseraufnahme. Begrünung zwischen den Rebzeilen hilft, Erosion zu vermeiden und das Bodenleben aktiv zu halten. Gleichzeitig ist ein ausgewogenes Wassermanagement entscheidend, um Stress für die Reben zu vermeiden.

    Ebenso wichtig ist die Pflege der Pflanzen selbst. Das Ausdünnen von Trieben und Blättern sorgt für eine bessere Durchlüftung der Traubenzone und reduziert die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten. Zudem gelangen die Sonnenstrahlen gleichmäßiger an die Trauben – ein wichtiger Faktor für die Reife.

    🔍 Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Aspekt ist die regelmäßige Kontrolle auf Schädlingsbefall. Ob Insekten, Milben oder Pilzkrankheiten – ein frühzeitiges Erkennen ermöglicht gezieltes und schonendes Eingreifen. So können größere Schäden vermieden und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduziert werden.

    Wir begleiten unsere Reben aufmerksam und schaffen so die Grundlage für gesunde Trauben und charakterstarke Weine. Denn Qualität entsteht nicht erst im Keller, sondern beginnt mit der Pflege des Weinbergs.

    🍷 Mit Sorgfalt, Erfahrung und einem wachen Blick durch den Sommer – für einen starken Jahrgang!

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